Minister Bornhausen: Santa Catarina mit großem Interesse an Investitionen mittelständischer Unternehmen
Treffen mit WWZ-Delegation in Florianópolis
Im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina finden kleine und mittelständische Firmen günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen vor. Dies gelte auch für den Markteintritt deutscher Unternehmen, betonte Paulo Bornhausen, Landesminister für Auswärtige Angelegenheiten und strategische Projekte, am 4. Dezember 2025 bei einem Treffen mit einer Delegation des WWZ-BD in Florianópolis. Dabei würde Santa Catarina nicht nur mit „harten“ ökonomischen Kennziffern punkten, sondern auch mit „weichen“ Faktoren wie den deutschen Sprachkenntnissen eines Teils seiner Bevölkerung. Bornhausen äußerte sich hoffnungsvoll, dass die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens deutliche Erleichterungen für die Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland und den anderen Ländern der Europäischen Union bewirkt. Santa Catarina habe hier auf Landesebene schon einiges umgesetzt, was im nationalen Rahmen noch geregelt werden müsse.
Treffen mit Santa Catarinas Außenminister Paulo Bornhausen (2. v. l.) in Florianópolis
Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ-BD), verwies auf die langjährigen und traditionellen Verbindungen mit Santa Catarina und berichtete über das Engagement des Vereins zur Förderung der bilateralen Beziehungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Kultur. Ein Beispiel dafür sei die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Vorpommern Greifswald und der Stadt Blumenau in Santa Catarina, die mit Unterstützung des WWZ-BD realisiert wird. WWZ-Vorstandsmitglied Christian Kutza, CEO des Berliner Technologieunternehmens FOC – fibre optical components GmbH, informierte über innovative Lösungen der Firma für das Monitoring von Glasfasersystemen und kritischer Infrastruktur. Dafür gebe es auch in Brasilien Bedarf, was unter anderem zur Eröffnung eines FOC-Büros in São Paulo geführt habe.
Die deutschen Teilnehmer des Treffens verwiesen auf die im April 2026 stattfindende Hannover Messe, bei der Brasilien Partnerland ist. Parallel dazu würden sich mehrere Hundert Unternehmer beider Länder zu den 42. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen treffen. Damit ergebe sich auch Santa Catarina eine hervorragende Plattform, um sich als attraktiver Investitionsstandort zu präsentieren.
An dem Treffen nahmen von brasilianischer Seite außer Minister Bornhausen Vizeminister Emerson Pereira und Caroline Canale von InvestSC teil. Seitens des WWZ-BD war neben Hans-Dieter Beuthan und Christian Kutza der Leiter der Berliner WWZ-Geschäftsstelle Wolfgang Wagner vertreten.
Wir sind mit Büros vertreten in Berlin und Santa Catarina